Liebe Leserinnen und Leser des Zweiundvierzigers,

in den vergangenen Blogmonaten und -jahren haben Sie die unterschiedlichsten Facetten des Schreibens als Kunst, Leidenschaft und Handwerk kennengelernt. Sie haben mit uns Spaziergänge zu verstorbenen Autoren unternommen, haben erfahren, dass die Realität oft befremdlicher sein kann als jegliche Fiktion, haben von Plan- und Dialektsprachen gelesen, etwas über Schreibverhinderer und über Schreibbeflügler gelernt, Lesetipps von uns bekommen und uns auch sonst in verschiedener Hinsicht über die Schulter geschaut.

Nur über das, was auf den weißen Blättern oder Bildschirmen entsteht, haben wir bisher die Hand gehalten.

Nun sind wir alle Autorinnen und Autoren, Schriftsteller, Schreiberlinge. Wir tippen nicht nur hin und wieder einen Beitrag für diesen Blog, wir beschäftigen uns intensiv mit Sprache, mit den Möglichkeiten, Themen, die uns am Herzen liegen, eine Form zu geben, Situationen und Empfindungen auszudrücken und Sie als Leserin und Leser mitfiebern zu lassen. Wir probieren aus, schreiben, veröffentlichen. Davon haben Sie hier im Blog bisher nichts zu lesen bekommen. Sie mussten schon den Buchhandel bemühen und sich eines unserer Bücher kaufen.

Das wollen wir nun ändern – aber nur ein bisschen. Unsere Bücher sollen Sie selbstverständlich weiter im Buchhandel kaufen. Im „Schaufenster“ stellen die 42erAutorinnen und -Autoren demnächst ein bis zwei Mal im Monat ihr Können zur Schau: in Kurzgeschichten, Glossen, Romanauszügen, Essays. Den Anfang macht Stefan Schulz morgen mit seiner Kurzgeschichte „Burka“. Er ist zwar kein 42erAutor, aber diesjähriger Gewinner des Putlitzer Preises, den der 42erAutoren e.V. jedes Jahr ausschreibt. Stefan Schulz hat uns freundlicherweise genehmigt, seinen Text hier zu veröffentlichen. Dafür danken wir ihm herzlich und weisen darauf hin, dass der Text lang vor der aktuellen Debatte entstand – gute Literatur ist eben ihrer Zeit gerne mal voraus.

Mögen Sie am Schaffen der 42erAutorinnen und -Autoren viel Freude haben.

Ihre und Eure
Andrea Gunkler

 

Schreibe einen Kommentar