„Du bist so nett, überhaupt nicht fett, schlanker noch als manches Brett, ein Sonett, ein Sonett.“

(Verfasser des obigen Reims möchte anonym bleiben)

„Wenn jeder, der Gedichte schreibt, sie auch kaufen würde, gäbe es einen deutlich größeren Markt dafür“ – das sagte vor einiger Zeit ein Verleger zu mir und fügte noch leise hinzu: „Wenn all diese potentiellen Käufer die Gedichtbände dann sogar noch lesen würden, gäbe es vielleicht auch deutlich weniger miese Verse.“ (mehr …)

Des Babys dunkles Geheimnis

Ganz offensichtlich haben schon Babys einen ganz eigenen und doch teilweise sehr ausgeprägten Musikgeschmack. Mozart soll sich allgemein großer Beliebtheit erfreuen, aber spätestens seit Kermani weiß man: Auch Neil Young wird gerne gehört. Ich persönlich finde Neil Young lauschende Babys ja sehr cool, und auch mit Mozart könnte ich mich anfreunden. Leider schätzt mein Söhnchen jedoch weder den einen noch den anderen.

Unser Söhnchen weint so gut wie nie, doch bei Mozart macht es eine Ausnahme. Desgleichen für Cash, Tschaikowsky, Bach, Schubert und wie sie alle heißen. Schon bei den ersten Klängen zittert das Lippchen, dann ist schnelles Handeln angesagt, der Ausknopf muss mit rasender Geschwindigkeit gedrückt werden, sonst bricht das schreiende Inferno los.

Lange haben wir gedacht, es mag einfach grundsätzlich keine Musik – ach, wenn es so wäre! Durch Zufall sind wir seinem dunklen Geheimnis auf die Spur gekommen. Mein Mann pfiff neulich zum Spaß den Auftakt einer Polonäse, zunächst konnte der Kleine da das Lächeln noch verheimlichen, doch schon bald barst es aus ihm heraus, quietschend, kichernd und glücklich kreischend!

Damit war der Damm gebrochen, ein böser Freund schenkte uns hämisch grinsend die Goldene Schlager Hitparade, seitdem erklingt bei uns ‚Resi – I hol ‘di mit ‘m Traktor ab‘ und ‚Über sieben Brücken musst du gehen‘. Unser Söhnchen ist glücklich, doch ich schäme mich, wenn ich einen Nachbarn auf dem Gang treffe.

Aber warum erzähle ich Ihnen das?

Damit meine Nachbarn es vielleicht lesen und sich sagen: Ah, deshalb, und ich hab immer gedacht, die hören den Scheiß freiwillig … Ja, das ist sicher ein Grund, primär möchte ich allerdings auf das Thema des diesjährigen Förderpreises des Literaturpreises Ruhr aufmerksam machen. Das lautet nämlich Musikgeschichten. Und bis zum 17.06. ist noch Zeit.

Näheres hier.

Wir wünschen viel Erfolg

Joan Weng nebst Söhnchen und dem ganzen Blogteam

Im Bann der Jadeaugen – oder: Krimistipendium der ‚Mörderischen Schwestern‘

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Ich gestehe, ich habe eine ausgeprägte Schwäche für Mörderinnen. Ich lese nicht nur gern über sie, nein, seit einem starken Jahr teile ich auch mein Leben mit einer solchen. Sie ist vom Typ her weniger die Bildhauerin oder gar Christine, mehr so die klassische ‚femme fatale‘ –  sehr feingliedrig, langbeinig und stets im blauschwarzen Pelz. Ich vermute aber, es sind ihre großen Jadeaugen, denen die Mäusewelt so schlecht widerstehen kann. Doch, Mäuslein, nimm dich in acht: Ein zu langer Blick kann dein Ende bedeuten!

Wer so viele Krimis liest wie ich, den wird es nicht wundern, dass mein Mann und ich uns längst in ein Netz aus Täuschung und Lügen verstrickt haben. Heimlich, schamhaft, huschen wir morgens vor die Tür, suchen Fußabstreifer und Fenstersims hastig nach den Opfern der letzten Nacht ab. Ihre Beseitigung obliegt allein uns. Genau wie wir es sind, die entsetzt die Augen aufreißen, wenn einer unserer Nachbarn sich nach dem Verbleib seines Babyhasen erkundigt oder ein anderer sich wundert, dass dieses Jahr so wenige Vögel an der Futterstation zu finden sind.

Doch das Schlimmste, der vermutlich letzte Beweis für unsere charakterliche Schlechtigkeit ist, dass wir es gerne tun. Unser Tadel fällt sehr mild aus, den Zorn unserer tödlichen Herrin können auch wir nicht lang ertragen, denn zu schön sind die Jadeaugen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Mörderinnen? Oder auch mit Mördern? Wenn Sie aktuell einen Krimi in Arbeit haben, dann dürfte diese Ausschreibung Sie interessieren:

Noch bis zum 15.03. ist Zeit.

Wir wünschen viel Erfolg!

Joan Weng & das gesamte Blogteam

Weihnachtsschreibwettbewerb

Jetzt ist nicht mehr viel Zeit bis zum 12.12., aber 2 Normseiten sind ja auch nicht viel 😉

Wir suchen die originellste Einsendung zum Thema „Wir können nicht: Herzerwärmende Weihnachtsgeschichte“ und möchten sie unseren Lesern am 24.12. im Blog vorstellen.

Worauf warten Sie noch? Neben einer Veröffentlichung im Blog erhält der Verfasser die Möglichkeit der Teilnahme an einem frei wählbaren Schreibworkshop Diana Hillebrands in München, bei eigener Anreise und Unterbringung.

Einreichungen bitte an weihnachten@42erautoren.de

Wir sind weiterhin gespannt!

Das Blogteam

Weihnachtsschreibwettbewerb

Die ersten Einsendungen sind eingetrudelt und es waren auch schon wirklich, wirklich nicht herzerwärmende Geschichten darunter.

Aber noch ist nichts entschieden, bis zum 12.12. ist noch Zeit.

Also ran an die Tastatur und 2 Normseiten zum Thema „Wir können nicht: Herzerwärmende Weihnachtsgeschichte“ gefüllt und an weihnachten@42erautoren.de geschickt.

Die beste Einsendung erhält eine Blog – Veröffentlichung am 24.12., sowie die Teilnahme an einem frei wählbaren Schreibworkshop mit Diana Hillebrand in der WortWerkstatt SCHREIBundWEISE in München.

Lediglich Anreise und Unterkunft muss vom Gewinner selbst übernommen werden!

Wir freuen uns schon!

Das Blogteam

Weihnachtsschreibwettbewerb: „Wir können keine: Herzerwärmende Weihnachtsgeschichte“

Wir vom Blogteam können vieles nicht oder nicht so wirklich gut.

Mit der Kommasetzung hapert es mitunter, auch die Rechtschreibung ist nicht immer unser Freund, aber besonders schwer tun wir uns mit Kitsch und der klassischen Gruselgeschichte. Zu Weihnachten wollen wir nun wissen, ob es auch anderen so geht.

Zur Beantwortung dieser Frage bitten wir bis zum 12.12. um Texte zu dem Thema: „Wir können keine: Herzerwärmende Weihnachtsgeschichte“ an weihnachten@42erautoren.de

Es darf kitschig, es darf schmalzig, es darf grotesk sein, aber bitte nicht länger als 2 Normseiten.

Wir möchten lachen, wir möchten den Kopf über absurde Einfälle schütteln und wir möchten die beste Einsendung am 24.12. auf dem Blog veröffentlichen. Die Jury bildet das Blogteam.

Und damit der glückliche Gewinner in Zukunft vor gar keinem Genre mehr Angst zu haben braucht, ist er oder sie im nächsten Jahr ganz herzlich zu einem frei wählbaren Schreibworkshop bei Diana Hillebrand in der WortWerkstatt SCHREIBundWEISE in München eingeladen. Lediglich Anreise und Unterkunft muss vom Gewinner selbst übernommen werden!

Wir wünschen viel Erfolg!

Das Blogteam

Gans oder gar nicht?

Eigentlich hab ich nichts gegen Federvieh. Mein Lieblingsverlag ist der mit dem Uhu, ich füttere gerne Enten und wir besaßen mal einen als Kanarie getarnten orangefarbenen Tennisball, der mir beim Schreiben mit Freude auf der Schulter saß.

Aber mit Gänsen, mit Gänsen kann ich nicht!

Sie schmecken mir nicht mal. Andersrum ist dies leider nicht der Fall – wenn Gänse mich sehen, versuchen sie konsequent, mich anzuknabbern. Deshalb sind meine persönlichen Erfahrungen mit der Anserinae auch recht begrenzt, aber vielleicht geht es Ihnen da anders?

Bis zum 30.09 haben Sie jedenfalls noch Zeit, sich Gedanken rund um das Thema „Gans oder gar nicht!“ zu machen – bis dahin läuft nämlich noch die Ausschreibung des diesjährigen Putlitzer Preises. Details finden Sie hier , Erfahrungsberichte hier  und hier und wer noch Motivation braucht, findet sie hier.

Wir wünschen viel, viel Spaß und natürlich gans viel Erfolg!

Joan Weng & das Blogteam

Feuchtgebiete in meinem Kindle

Ich tue mich dieses Jahr mit meiner Urlaubslektüre etwas schwer, ganz anders als sonst.

Das liegt nicht am Unvermögen meiner Autorenkollegen sondern daran, dass mir Sprudel über meinen Kindle gelaufen ist und das dumme, überempfindliche Dings seitdem nicht mehr so tut wie es soll. Aber wem ich auch von meinem Malheure erzähle, ständig kriege ich die gleiche Antwort: „Schreib dir halt selbst was Schönes.“

Wenn’s nur so einfach wäre! Es ist ja nicht damit getan, Worte in mehr oder weniger sinnvoller Reihenfolge aneinander zu kleistern. Der Durchschnittsautor braucht da schon etwas Hilfe, und für  die Krimiautoren unter unseren Lesern bietet sich dafür vielleicht das aktuelle Schreibseminar „Kriminalromane“ des Literaturhauses München an ?

Bis zum 12.09. kann man sich dort noch mit seinem Manuskript bewerben.

Mir dauert das mit dem Selberschreiben allerdings zu lange, ich hab’s nicht so mit der Geduld, vorläufig hoffe ich noch, meinen Kindle wieder zum Laufen zu kriegen. Ich lese jetzt nur noch sehr trockene Autoren!

Ihre Joan Weng