Lieblingsschurken: Long John Silver

„A Hund is’ er scho’!“ – Hier in Bayern gilt dieses Urteil Prominenten, deren trickreiches Wirken wir gleichzeitig verurteilen und bewundern. Schlawiner-Schurken. Männern. Dem Fußballmanager, der Milliarden verzockt, seine Strafe absitzt und zum Verein zurückkehrt. Dem Kaiser, dem wir selbstverständlich zugestehen, dass er seinen Spielraum als Monarch maximal ausnutzt. Manchem Politiker. Beileibe nicht jedem. Und ab und zu dem Pfarrer. (mehr …)

Lieblingsschurken: Iwan Ogareff

Ich glaube ja, wir Frauen lesen nur deshalb so gern über die männlichen Schurken, weil wir insgeheim an das Gute in ihnen glauben wollen. Wir sind innerlich felsenfest davon überzeugt, dass, wären sie nur uns begegnet, wir sie hätten zähmen können. Wir hätten sie in einem Maße geliebt und verstanden, die gleichgültige Welt hätte irgendwann einfach nicht anders gekonnt, als ebenso zu empfinden.

Die Zigeunerin Sangarre in Jules Vernes „Der Kurier des Zaren“ scheint diesen Optimismus mit mir zu teilen, denn sie liebt den finsteren Iwan Ogareff, Gegenspieler des Romanhelden, des Offiziers Michael Strogoff. (mehr …)

Lieblingsschurken: Billy

Bitte bleiben Sie ganz entspannt, wenn es bei Ihnen klingelt und mein Lieblingsschurke Billy vor der Tür steht. Wahrscheinlich ist das Ganze ein Irrtum, der im Nu aufgeklärt ist, und hinterher lachen Sie beide drüber.

Wirklich, Sie haben nichts zu befürchten. Denn Sie haben ja niemanden ermordet, nicht wahr? Sie haben keine Rechnung mit jemandem offen, dem sie das Liebste genommen haben. Die Frau, den Bruder, das Kind.

Oh.

Haben Sie doch.

Okay. Dann ist das jetzt etwas.

Blöd. (mehr …)

Schurkische Schurken und fatale Femmes fatales

Der Schurke oder Neudeutsch „bad boy“ soll sich bei der holden Weiblichkeit großer Beliebtheit erfreuen – zumindest heißt es das immer. Ich persönlich gestehe, dass ich mich im zarten Alter von elf Jahren in dem Moment in einen gleichaltrigen Jungen verliebte, in dem er mir erzählte, er wolle später Beamter werden. Für mich, die ich aus liebevollem, aber chaotischen Elternhaus stamme, übte eine Beamtenkarriere ungeheuren Reiz aus, und noch mit sechzehn mochte ich an meinem damaligen Freund am liebsten, dass er sonntags stets auf Wettkämpfe musste und deshalb samstags nie lange fort konnte.

Dennoch habe natürlich auch ich eine Schwäche für schurkische Kerle, solange sie sich zwischen zwei Buchdeckeln befinden, und da es zumindest dem Blogteam ähnlich geht, haben wir den Finsterlingen und Femmes fatales die neueSonntagsserie gewidmet, die morgen beginnt.

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Joan Weng und das gesamte Blogteam

Das stille Haus – ein Gastbeitrag von Jürgen Block

Die Lamia

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht er es, wenn er auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Er hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Jürgen, wendet sich noch einmal um. (mehr …)

Das stille Haus – ein Gastbeitrag von Birgit Gürtler

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Birgit, wendet sich noch einmal um. (mehr …)

Das stille Haus – Andreas Beitrag

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Andrea, wendet sich noch einmal um (mehr …)

Das stille Haus – Monikas Beitrag

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Monika, wendet sich noch einmal um. (mehr …)

Das stille Haus – Jörgs Beitrag

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Still stand es da. Und doch schien es bewohnt. Die Fenster waren klar, die Treppe war immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, ein wenig bräunlich vielleicht.

Und doch. Niemand öffnete, wenn er klingelte. Seit Jahren machte er es, wenn er auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikam. Auch dieses Mal. Und wie all die anderen Male hatte niemand geöffnet.

Er wollte wieder gehen, da hörte er ein Klicken hinter sich. Noch einmal wand er sich um. Die Tür war offen. Einen Spalt nur, aber vorhin, als er klingelte, war sie es noch nicht.

„Hallo?“ rief er, doch es kam keine Antwort. Er stieß die Tür noch ein wenig weiter auf und rief ins Haus: „Hallo? Ist da wer? (mehr …)

Das stille Haus – HDs Beitrag

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Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, ein wenig bräunlich vielleicht.

Und doch. Niemand öffnet, wenn er klingelt. Seit Jahren macht er es, wenn er auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt. Auch dieses Mal. Und wie all die anderen Male hat niemand geöffnet.

Er will wieder gehen, da hört er ein Klicken hinter sich. Noch einmal wendet er sich um. Die Tür ist offen. Einen Spalt nur, aber vorhin, als er klingelte, war sie es noch nicht.

„Hallo?“ ruft er, doch es kommt keine Antwort. Er stößt die Tür noch ein wenig weiter auf und ruft ins Haus: „Hallo? Ist da wer?“ (mehr …)