Die Quadratur des Kreises

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Das TAW war kulinarisch für mich ein bisschen wie die Quadratur des Kreises. Dabei koche ich wirklich gerne und probiere auch immer neue Sachen aus. Überhaupt koche ich begeistert für Gäste.

Letztes Wochenende hatte ich Gäste – wir haben nämlich ein TAW – ein Textarbeitswochenende – bei mir veranstaltet. Sechs weitere Autoren kamen von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag zu mir und gemeinsam haben wir an einem ihrer Texte gefeilt.

Zuvor hatte jeder einen Textauszug aus seinem aktuellen Projekt an die anderen geschickt und auch die Fragen, die er dazu hat. Es gab auch noch zwei kleine Aufgaben, die ich gestellt habe und die auch in die Runde gingen.

Zudem hatte ich einen kleinen Fragebogen versendet, um herauszufinden, ob es schwere Abneigungen gegen bestimmte Speisen oder gar Allergien gäbe. Als die Antworten eintrudelten, wurde mir ein wenig schwindelig.

Einer isst Low Carb (keine Kartoffeln, keine Nudeln, kein Reis, keine Mehlspeisen), eine isst nie Milch- oder Käseprodukte, mag auch keine Tomaten oder Auberginen, zwei mochten keinen Kürbis, eine Vegetarierin war dabei, einer hat einen empfindlichen Magen …usw. Nur einer isst wirklich alles (bis auf alte Socken) – mein lieber Kollege Christoph.

Es hat mich ein wenig Schweiß und graue Zellen gekostet, bis ich das Essen einigermaßen zusammen hatte.

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Krimihelden: Alex Delaware ist ein Mann, den ich von der Bettkante schubsen würde

… um danach mit ihm auf dem Boden weiterzumachen.

Kennen Sie das, dass man sich in eine Romanfigur verliebt? Mir geht das so mit dem smarten Alex Delaware. Er ist Kinderpsychologe in Los Angeles, hatte natürlich eine schwere Kindheit, trinkt gern Whisky, bevorzugt Chivas Regal und fährt ein dickes Auto, dessen Marke mir gerade nicht einfällt. (mehr …)

Scherben bringen Glück

Kennen Sie diese blöden Slapstick-Videos? Wo jemand auf der Bananenschale ausrutscht? Für denjenigen ist das schmerzhaft, für die Zuschauer lustig – dieses Rudern mit den Armen und dann fällt er. Das gibt es auch nur in den Stummfilmen der zwanziger Jahre mit Charlie Chaplin und so. Hab ich zumindest gedacht, bis ich mit meiner Freundin bei Ikea war. Das kommt wahrlich öfter vor, weil wir immer mal wieder den Kerzenmarkt in Bewegung bringen müssen. (mehr …)

Das verdammte Abgabedatum oder Leben und seine Tücken

Ich weiß, mich werden jetzt alle Jungautoren hassen, aber die schönste Zeit, um Bücher zu schreiben, ist die Zeit vor dem ersten Verlagsvertrag.

Natürlich ist das auch eine schwierige Zeit, ist ja nicht so, als ob ich mich nicht daran erinnern würde. Man schreibt ja quasi ins Blaue hinein, hofft, kämpft, seufzt, träumt. Das wird das beste Buch EVER. Wie wird es sein, wenn Denis Scheck es bespricht? Keiner wird es lesen – die Bandbreite der Gefühle ist groß. (mehr …)

Where the wild things are

In diesem Jahr haben wir sehr, sehr viel an unserem Haus gemacht – und am Garten.
So ist das mit einem Haus – man wird nie damit fertig und immer gibt es etwas zu tun, aber in diesem Jahr war es schon deutlich mehr als sonst.
Wenn ich jetzt „Wir“ schreibe, meine ich meine beste Freundin Kirsten … und quasi Punkt … denn SIE brachte immer die ganze Energie auf, um weiterzumachen. Sie kam, sah und half. Das macht sie immer, aber in diesem Jahr ganz besonders.
Immer wenn sie kam, sagte sie: „Und jetzt machen wir …“(wahlweise Efeu abreißen, Grünabfälle wegbringen, Rasen mähen, Fassade streichen, Gläser spülen usw. einfügen) (mehr …)

Elf 42er, eine Gans und viel Whisky

Unser werter Kollege Horst-Dieter Radke hatte am 15.11. einen Termin in Düsseldorf, und zwar schon vormittags. Das nahm er zum Anlass, uns am Tag zuvor in Krefeld besuchen zu kommen.
Und wenn wir schon einmal so tollen Besuch haben, könnten sich doch auch andere daran erfreuen, dachte ich mir und lud ein paar 42er Autoren aus NRW ein.
Insgesamt würden wir elf sein – eine nette Runde. Davon waren zwei Vegetarier, einer schwört auf Flexi-Carb, bei einem wusste ich gar nicht, was er isst, zwei mögen keinen Käse oder überbackene Sachen. Und eine isst kein Schweinefleisch. Nur von Christoph wusste ich: Er isst, was auf den Tisch kommt und das immer voller Begeisterung. (mehr …)