Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 6 (Finale)

Nach drei Tagen auf der Insel trennen sich unsere Wege – Daniel und David fliegen zurück nach Jakarta, ich nach Bali. Es gibt einige Gründe, nach Bali zu reisen: Von Lombok aus ist es nur eine Stunde Flug entfernt und ich habe noch fünf Tage Indonesien vor mir. Von Bali schwärmten ja auch gerade Maya und Paulus und sowieso viele Leute. Und ich habe Vicky Baums „Liebe und Tod auf Bali“ im Gepäck – kann es also am Originalschauplatz lesen. Trotzdem bin ich ein bisschen skeptisch – wie immer, wenn zu viele Leute etwas mögen. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 5

In Jakarta bleibe ich nur zwei Tage, dann lüftet Daniel das Geheimnis unseres Überraschungstrips. Lombok. Lombok, eine der Inseln, von denen Paulus schwärmte.

Genauer gesagt fahren wir auf eine kleine Insel südlich vor Lombok. Zwei Flugstunden von Jakarta und dann noch eine etwa eineinhalbstündige Fahrt mit Auto und Boot bringen uns auf eine der über 17.000 Inseln Indonesiens. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 4

Ich absolviere einen weiteren Tourismusprogrammpunkt, besuche die hinduistischen und buddhistischen Tempel in Prambanan.

Nach einer Stunde in der Hitze sinke ich ermattet auf eine Bank, da stürzt ein indonesischer Familienvater auf mich zu – er hätte gern ein Foto mit mir und seinen Kindern und weil ich mich nicht wehre, drapiert er auch noch seine Ehefrau neben mich auf die Bank. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 3

Nach Yogya reise ich mit dem Zug. Acht Stunden fahre ich an Reisfeldern und Regenwald vorbei – das Grün tut mir nach den Tagen in Jakarta gut.

Meine Reiselektüre ist Pramoedya Ananta Toer (kurz: Pram). An ihm kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit indonesischer Literatur beschäftigt – als mehrfach für den Nobelpreis Nominierter ist er wahrscheinlich der im Ausland berühmteste indonesische Schriftsteller. Seine Lebensgeschichte erzählt auch viel über die indonesische Geschichte des 20. Jahrhunderts. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 1

In letzter Minute zögere ich – wie eigentlich immer vor größeren Reisen – und frage mich, ob ich die nächsten drei Wochen nicht lieber zu Hause bleiben will. Ich könnte mich in eine Decke auf dem Sofa kuscheln und nur mit Büchern reisen – auf meinem SUB liegen einige Bücher indonesischer Autoren. Dann erreicht mich noch eine E-Mail von Daniel: „Grau ist es in Jakarta heute auch.“ Soll ich wirklich um die halbe Welt fliegen, um immer noch grauen Himmel über mir zu haben? Aber der Koffer ist gepackt, ich bin für den Flug bereits eingecheckt und in Berlin sind nur 4 Grad, während es in Jakarta – wie eigentlich immer – 30 Grad sind. Außerdem erwarten Daniel und David mich. Also packe ich ein paar Bücher vom SUB in den Koffer und fliege. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien

Meine Ich-hasse-Winter-und-will-soweit-wie-möglich-weg-Reise fand diesen Winter schon früh statt – nämlich im November – und führte mich nach Indonesien. Freunde von mir waren vor mehr als zwei Jahren dorthin gezogen und hatten mich immer wieder eingeladen.

Nun also war es so weit. Wie meist vor Reisen in fremde Länder habe ich versucht, mich auf Indonesien auch mit Literatur vorzubereiten. Da Indonesien 2015 Gastland der Frankfurter Buchmesse war, sind auch aktuellere Titel inzwischen ins Deutsche übersetzt und ich hatte einiges zu lesen.

Mehr noch als sonst verknüpfen sich in diesem Fall Literatur und Reisen zu einem Bild über das Land, so dass ich diesmal nicht nur Lesetipps geben, sondern auch von Land und Leuten erzählen möchte. Herausgekommen ist „Reisen und Lesen in Indonesien“ eine sechsteilige Miniserie, die wir Ihnen in dieser Woche vorstellen – jeden Tag einen Teil.

Viel Freude beim Entdecken eines fernen Landes wünscht Ihnen
Dorrit Bartel

Krimihelden: Treffen mit alten Bekannten

Kürzlich stieß ich in dem Büchertauschladen bei mir um die Ecke auf einen Roman von Patricia Cornwell – „Scarpetta“. Ich kannte das Buch noch nicht, obwohl ich die Romane um die amerikanische Gerichtsmedizinerin vor vielen Jahren gern gelesen habe . Ich nahm das Buch also mit und las es bald darauf. Es war wie die Begegnung mit einer alten Bekannten, die man aus keinem bestimmten Grund irgendwann aus den Augen verloren hat; auf einmal tut es gut zu wissen, dass sie noch lebt. (mehr …)

Reisen in das Herz des Fremden

Ich war am Wochenende mal wieder in Afrika. Leider musste ich diesmal wieder eine Reise auf dem Papier unternehmen, für mehr fehlen mir im Moment Zeit und Geld. Außerdem rät das Auswärtige Amt dringend von allen nicht notwendigen Reisen in den Kongo ab. Ich bezweifle, dass das Kennenlernen von Land und Leuten unter „notwendige Reisen“ fällt. Deshalb bin ich froh, dass Lieve Joris mehrfach in den Kongo gereist ist und davon so fesselnd erzählt, dass ich nicht aufhören konnte, ehe ich die Bücher über ihre ersten beiden Reisen dorthin, „Das schwarze Herz Afrikas“ und „Der Tanz des Leoparden“  , ausgelesen hatte. (mehr …)

Kochen und kochen lassen

Kochen … hm, das hatten wir doch schon mal. Ich meine, hier als Sonntagsserie. Damals habe ich behauptet, ich würde einfach immer weiterüben, dann würde das schon irgendwann werden mit mir und dem Fünfgängemenü. Weil es sei wie beim Schreiben: man muss einfach immer weitermachen. Das ist nun über zwei Jahre her und ich habe inzwischen meinen ersten Roman nach diesem Prinzip fertig geschrieben. Für den Roman hat das funktioniert, aber was das Kochen angeht … ich fürchte, da bin ich ein hoffnungsloser Fall. (mehr …)