‚Zeit nehmen, genau hinzuschauen‘ oder ‚Fotoreisen mit Socke‘ – Interview mit dem dah[u]u-Verlag Karlsruhe

Es fragte: Claudia Kociucki

Liebe 42er Blogfans, ich möchte euch und Ihnen heute den dah[u]u-Verlag vorstellen. Wo ich diesen Kleinverlag ‚entdeckt‘ habe? Auf der Frankfurter Buchmesse 2014, am Stand gegenüber, beim Vorlesen. Klingt komisch, ist aber so. Es war einer dieser Zufälle, die keine sein können. Ich las am Stand des portugiesischen Tourismusbüros Alentejo eine Kurzgeschichte, in der es um den Schwund der Korkeichenwälder und die Auswirkungen für die Überwinterung der Kraniche geht. Während der Lesung schaute ich zwischendurch ins Publikum und hinter einem der Gäste sah ich ein großes Poster mit dem Cover zum Buch Naturerlebnis Kranichzug. Zu dem Stand musste ich natürlich nach der Lesung hin! Und so kamen wir ins Gespräch: Norbert Daubner, Gaby Hufler und ich.

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Elf 42er, eine Gans und viel Whisky

Unser werter Kollege Horst-Dieter Radke hatte am 15.11. einen Termin in Düsseldorf, und zwar schon vormittags. Das nahm er zum Anlass, uns am Tag zuvor in Krefeld besuchen zu kommen.
Und wenn wir schon einmal so tollen Besuch haben, könnten sich doch auch andere daran erfreuen, dachte ich mir und lud ein paar 42er Autoren aus NRW ein.
Insgesamt würden wir elf sein – eine nette Runde. Davon waren zwei Vegetarier, einer schwört auf Flexi-Carb, bei einem wusste ich gar nicht, was er isst, zwei mögen keinen Käse oder überbackene Sachen. Und eine isst kein Schweinefleisch. Nur von Christoph wusste ich: Er isst, was auf den Tisch kommt und das immer voller Begeisterung. (mehr …)

Buchmesse? Ja, aber. Aber vor allem: gerade deshalb!

„So ist Buchmesse. Eigentlich grauenhaft. Laut, voll, das Essen, der Kaffee, die Anreise und alles, einfach furchtbar, und jedes Jahr wird einem aufs Neue klar, was für ein klitzekleines Licht man doch ist im Big-Buch-Business. ABER! Es ist einfach wunderbar, da herumzuschlendern, Verlage und Bücher anzugucken, die 42erAutoren zu treffen, mit meiner Agentur zu plaudern, Lesungen zu hören, das ist einzigartig und so schööön!“ (unsere liebe 42er Kollegin Heike Duken) (mehr …)

Alle doof außer Mutti

„Lieber Verlag,

hiermit bewerbe ich mich herzlich, Ihnen das beigefügte Manuskript zu schicken. Mutti gefällt’s. Ihnen auch?

Mit hoffenden Grüßen …“

Als ich vor vier Jahren mit dem Schreiben anfing, hatte ich längst keine Mutti mehr, der meine Geschichten hätten gefallen können. Vielleicht hätte ich sie sowieso als Testleserin abgelehnt. Wegen Befangenheit. Vielleicht auch nicht. Bei Familienmitgliedern scheint es ja hauptsächlich zwei Kategorien zu geben: die, denen wir nie im Leben etwas recht und richtig machen werden, und die, die seit dem ersten Windelinhalt alles großartig fanden, das wir jemals produziert haben. Halten Sie sich die warm – zumindest einen davon.   (mehr …)

„Ich bin ein Pelikan“

Hach … Unser neues Sonntagsthema ‚Schreibgeräte‘ hat meine Erinnerungen an die Füller-Diskussionen meiner Schulzeit wieder an die Oberfläche geholt. Bei uns, also in der zweiten Hälfte der 70er sowie in den 80ern, war es so: Man gehörte entweder der Pelikan- oder der Geha-Fraktion an. Das war eine Glaubensfrage und ungefähr so relevant wie die Tatsache, ob man katholisch oder evangelisch, Lateiner oder Franzose war. (mehr …)

Läuft bei mir. Beim Laufen. Nicht immer.

„Ohne Input kein Output.“

Einfache Formel. Henry David Thoreau hat es etwas poetischer und bedeutungsschwangerer ausgedrückt: „Man muss erst zum Leben aufstehen, bevor man sich niedersetzt zum Schreiben.“ Zwischen Aufstehen und Niedersetzen hilft manchmal Bewegung, da laufen einem die Ideen oft nur so zu. Oder hinterher. Oder entgegen. Wem das zu anstrengend ist, der kann einfach sitzenbleiben und sich durch grenzdebile TV-Sendungen, hirnentleerte Facebook-Postings, aber auch durch anregende Gespräche mit guten Freunden oder die fernmündlichen Brainstormings mit lieben Autorenkollegen inspirieren lassen. Ich bin da ja ‚Jägerin und Sammlerin‘: Nichts kann abgefahren, doof, lustig, skurril, lahm oder ablenkend genug sein, um nicht in einer Geschichte als Figur, als Formulierung, als Tathergang, als Pointe oder als Emotion zu landen. (mehr …)

15.3.15, 4. Messetag: „Aufschlussreicher Abschluss“

 

LBM15 42er Stand

Der letzte Tag:

Joa.

Der letzte Zentimeter:

Auf der Besucherwand ist kein Platz mehr: Fotos von fragefreudigen Interessenten, geschätzten Kollegen, engagierten Lesern, Lektoren und sonstigen Literaturliebhabern fordern Raum (und Tesafilm). Nachdem von Donnerstag bis Sonntag kein Fitzelchen Freifläche mehr am Stand vorhanden war, wechseln nun die restlichen Flyer und Broschüren, die letzten Tipps und Ideen die Besitzer. (mehr …)