„Katzen – das Buch“ von Claudia Rusch – eine Buchempfehlung

Wer oder was hätten Sie sein mögen (wenn nicht Sie selbst)?

Diese Frage verstehe ich nicht.“

(Antwort einer Katze auf eine der Fragen aus „Prousts Fragebogen“)

Jemand sagte kürzlich, dem „Zweiundvierziger“ fehle der „cat-content“. Nun denn, dem soll mit diesem Artikel Abhilfe geschaffen werden; denn was verschafft einem YouTube-Kanal, einer Facebookseite, einem Blog mehr Klicks als Putziges über und von Katzen? (mehr …)

Nutzbar ist nur die alleroberste Schicht

Potsdam, kurz vor Weihnachten. Beim unverfänglichen Bummel durch die Stadt fällt mein Blick auf einen Laden, bei dem das Schild: »Jedes Buch 3,- Euro« mich sofort gefangen nimmt. Kein gewöhnlicher Buchladen, sondern ein Antiquariat. Der Versuch, mich daran vorbeizuzwingen, misslingt und schon stehe ich »im« Laden. Weitere Schilder – weiße Schrift auf rotem Grund – manipulieren mich derart, dass ich es nicht schaffe, wieder zu gehen.

Das hätte ein Stoff für Luis Buñuel sein können, aber der ist nicht zugegen und ich bin den Regalen und Tischen mit den vielen Büchern hilflos ausgeliefert. Wahllos greife ich in einem Stapel das zuunterst liegende Buch, in der Hoffnung, so etwas Schreckliches zu finden, dass es mir die Flucht ermöglicht. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 6 (Finale)

Nach drei Tagen auf der Insel trennen sich unsere Wege – Daniel und David fliegen zurück nach Jakarta, ich nach Bali. Es gibt einige Gründe, nach Bali zu reisen: Von Lombok aus ist es nur eine Stunde Flug entfernt und ich habe noch fünf Tage Indonesien vor mir. Von Bali schwärmten ja auch gerade Maya und Paulus und sowieso viele Leute. Und ich habe Vicky Baums „Liebe und Tod auf Bali“ im Gepäck – kann es also am Originalschauplatz lesen. Trotzdem bin ich ein bisschen skeptisch – wie immer, wenn zu viele Leute etwas mögen. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 5

In Jakarta bleibe ich nur zwei Tage, dann lüftet Daniel das Geheimnis unseres Überraschungstrips. Lombok. Lombok, eine der Inseln, von denen Paulus schwärmte.

Genauer gesagt fahren wir auf eine kleine Insel südlich vor Lombok. Zwei Flugstunden von Jakarta und dann noch eine etwa eineinhalbstündige Fahrt mit Auto und Boot bringen uns auf eine der über 17.000 Inseln Indonesiens. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 4

Ich absolviere einen weiteren Tourismusprogrammpunkt, besuche die hinduistischen und buddhistischen Tempel in Prambanan.

Nach einer Stunde in der Hitze sinke ich ermattet auf eine Bank, da stürzt ein indonesischer Familienvater auf mich zu – er hätte gern ein Foto mit mir und seinen Kindern und weil ich mich nicht wehre, drapiert er auch noch seine Ehefrau neben mich auf die Bank. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 3

Nach Yogya reise ich mit dem Zug. Acht Stunden fahre ich an Reisfeldern und Regenwald vorbei – das Grün tut mir nach den Tagen in Jakarta gut.

Meine Reiselektüre ist Pramoedya Ananta Toer (kurz: Pram). An ihm kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit indonesischer Literatur beschäftigt – als mehrfach für den Nobelpreis Nominierter ist er wahrscheinlich der im Ausland berühmteste indonesische Schriftsteller. Seine Lebensgeschichte erzählt auch viel über die indonesische Geschichte des 20. Jahrhunderts. (mehr …)

Reisen und Lesen in Indonesien – Teil 1

In letzter Minute zögere ich – wie eigentlich immer vor größeren Reisen – und frage mich, ob ich die nächsten drei Wochen nicht lieber zu Hause bleiben will. Ich könnte mich in eine Decke auf dem Sofa kuscheln und nur mit Büchern reisen – auf meinem SUB liegen einige Bücher indonesischer Autoren. Dann erreicht mich noch eine E-Mail von Daniel: „Grau ist es in Jakarta heute auch.“ Soll ich wirklich um die halbe Welt fliegen, um immer noch grauen Himmel über mir zu haben? Aber der Koffer ist gepackt, ich bin für den Flug bereits eingecheckt und in Berlin sind nur 4 Grad, während es in Jakarta – wie eigentlich immer – 30 Grad sind. Außerdem erwarten Daniel und David mich. Also packe ich ein paar Bücher vom SUB in den Koffer und fliege. (mehr …)