Textarbeit am PC – Ein Kurs in mehreren Folgen für Autorinnen (auch für Autoren geeignet, gerade für die, die meinen, sie wüssten schon alles)

5. Workshop: Die Normseite

 

In Folge 3 und 4 dieses Kurses wurden die Formatvorlagen behandelt. Wie man diese Formatvorlagen sinnvoll in einer Dokumentvorlage einsetzen kann, zeigt dieser vorläufig letzte Kurs am Beispiel der geheimnisumwitterten »Normseite«. Ein Gastbeitrag von Christian Fleischhauer

Über Normseiten

Auch heute noch ist in Deutschland in der Belletristik die Normseite aus der guten alten Zeit der Dampfschreibmaschine das Maß der Dinge. In dieser längst vergangenen Zeit, als Schreibmaschinen nur eine einzige Schriftart beherrschten und jeder Buchstabe, ob »i« oder »m«, die gleiche Breite hatte, enthielt eine Manuskriptseite 30 Zeilen, von denen jede maximal 60 Anschläge lang war. Dazu wurden mit Schiebern der linke und der rechte Rand so eingestellt, dass in der Mitte ein Schreibbereich von genau 60 Zeichen oder sechs Zoll entstand. (mehr …)

Worauf warten Sie?

Es gibt im Leben viele unterschätzte Gefahren!

Nur ein Beispiel: Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie viele fünfjährige Knaben allein in Deutschland Nacht für Nacht  nur durch die eigene Wachsamkeit dem drohenden Hungertod entgehen. Ich habe mir sagen lassen, es soll bösartige Tanten geben, die sich weigern, einzusehen, dass kleine Jungen nach dem Abendessen und dem Gutenachtkeks noch immer von einem bestialischen, einem nagenden Hunger gequält werden!

Dieser Hunger hindert sie aufs Teuflischste am Einschlafen!

Das Gemeine an dieser besonderen Form des Hungers ist aber, dass er nur durch Gabe eines weiteren Schokokekses gestillt werden kann – Apfelschnitzchen oder (schlimmer noch) belegte Brote helfen da gar nichts! Man könnte es eventuell einmal mit Milkaschokolade versuchen – aber niemals, wirklich niemals darf man den so gefolterten Magen mit Trauben zu füllen versuchen. Das zarte Knabenmägelchen würde auf der Stelle explodieren. Überhaupt sind die Gefahren von Trauben (besonders die gemeinen, bitteren, die mit den fiesen Kernen) für fünfjährige Knaben weitgehend unerforscht und werden wohl gemeinhin unterschätzt – und damit wären wir beim Thema: Es gibt nämlich auch überschätzte Gefahren. (mehr …)

„Ich habe auch ein Buch geschrieben“

„Ich habe auch ein Buch geschrieben“

Liebe Leute, diesen Spruch höre ich bei JEDER Lesung, bei jedem privaten Treffen, an dem ich mich als Autorin oute. Immer wenn ich sage, dass ich schreibe, höre ich – meine Omma, Tante, Onkel, die Nachbarin, der Rektor der Schule, auf der ich mal war, hat auch ein Buch geschrieben. Okay. Die meisten dieser Bücher liegen in irgendeiner Schublade oder als Datei auf dem Computer. Oder sie sind diesen Weg gegangen –  (bitte bis Teil 5 lesen. Danke noch mal an Tom Liehr für diesen erhellenden Beitrag).

Omma, Tante und Nachbar sind eines – wenn man selbst schreibt, ist es etwas anderes. (mehr …)

Leserunde bei Lovelybooks – Klappe, die dritte

Die Leserunde sollte am Montag anfangen, doch schon am Samstag diskutierten die ersten Teilnehmer miteinander. Die beiden ersten Beiträge waren sich ähnlich: Die Leserinnen hatten Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen.
Auweia, dachte ich, das kann ja was werden. Persönlich nehme ich Kritik nur selten, es macht mich eher nachdenklich. Anders als beim Krimi fange ich einen historischen Roman gerne gemächlich an, lasse den Figuren Zeit, sich zu entwickeln. Ist das ein Fehler? Was machen Leute, die das Buch nicht geschenkt bekommen haben? Legen sie es weg? Oder kaufen sie es erst gar nicht? Muss ich diese Art des Schreibens vielleicht ändern? (mehr …)