Autoren und Urlaub

Das Blogteam hat beschlossen, dass jeder einen Beitrag zum Thema „Urlaub“ schreibt.

Auch ich bin vielleicht irgendwann einmal eine zukünftige Bestsellerautorin, aber irgendwie habe ich gar keinen Urlaub. Jedenfalls nicht richtig. Ich bin hauptberufliche Schriftstellerin – so schimpft sich das, wenn man keinen Brotjob hat. Außer meiner schriftstellerischen Tätigkeit habe ich jedoch noch vier Kinder und einen Hund (und eine Katze und diverses anderes Viechzeug – das lass ich aber mal außen vor – die sind nicht reisetauglich).

Mit vier Kindern verreisen ist lustig und teuer und stressig. (mehr …)

Exklusiv: Die Fratzen-Fight Club-Simulanten Formel enthüllt

Chuck Palahniuks kleine Schreibschule:

1. Protagonisten brauchen einen handfesten Dachschaden.
2. Antagonisten auch.
3. Der Protagonist muss sterben.
4. Romanfiguren sind böse oder dumm. Oder beides.
5. Wiederholungen funktionieren.
6. Die Welt ist schlecht.
7. Wozu Recherche, wenn man Albträume hat?
8. Es gibt keine zu ekligen Details.
9. Wer keine Albträume hat, kann meine haben.

Zur weiteren Lektüre besonders empfohlen:  „Fratze“

Für Sie exzerpiert von Ihrem Christoph Junghölter

Noch 42 Tage…

Man kann uns ja vielleicht einen kleinen Fetisch mit der 42 nachsagen, aber das bringt uns noch lange nicht zum Weinen. Schlechte Texte allerdings schon, selbst wenn sie 42 Seiten lang sein sollten, was sowieso zu lang wäre, denn die maximale Länge der Beiträge für den diesjährigen Putlitzerpreis beträgt 1000 Worte und diese auch nicht verteilt auf 42 Zeilen, sondern ganz ordinär auf 30 à 60 Zeichen pro Seite[1]. Ob vom Stil her blumiglieblich oder Marke ‚Rachenputzer‘, ganz egal, Hauptsache das Thema: ‚Wein‘ verkommt nicht zur wässrigen Plörre.

Also, ran an die Tasten oder auch den Gänsekiel, 42 Tage sind noch Zeit!

Details unter: http://www.putlitzerpreis.de/

Ihre Joan Weng



[1] Wer mit dem Einrichten einer Normseite Probleme haben sollte, dem sei Horst Dieter Radkes Ratgeberserie hier auf dem Blog ans Herz gelegt.http://zweiundvierziger.de/Wordpress_Verein/?p=275

Autoren und Urlaub

Vor einiger Zeit habe ich vor einer Schulklasse gelesen. Deren Lehrer fragte, wie Lehrer das eben gerne tun, seine Schüler, wie sie sich denn so den Alltag von Autoren vorstellten.
Die Antworten waren durchaus schmeichelhaft.
Autoren – so die zehnjährigen Probanden – verbringen ihren Tag gerne mit der Mörderjagd, wobei sie von blonden Polizistinnen unterstützt werden, oder, wenn es Autorinnen sind, dann sitzen sie vor der Magnolia Bakery (Manhattan), wo sie zusammen mit ihren sexy Freundinnen die Bettbekanntschaften der letzten Nacht durchsprechen und danach noch ein bisschen Luxusschuhe shoppen.
Man sieht, der Alltag von Autoren ist so beschaffen, dass sie eigentlich keinen Urlaub brauchen, aber anlässlich der Feriensaison möchten wir uns in der Sonntagsreihe doch der Thematik widmen.

Viel Spaß beim Lesen und im Urlaub

wünschen Ihnen Joan Weng und das ganze Blog-Team

 

Heute: Drei Wochen im Jahr (von Dorrit Bartel) (mehr …)

Textarbeit am PC: Ein Kurs in mehreren Folgen für Autorinnen (auch für Autoren geeignet, gerade für die, die meinen, sie wüssten schon alles)

Wer am PC seine Texte schreibt und die fertigen Manuskripte digital bei Verlagen einreicht, bekommt nicht selten Kritik zu hören und Bitten der Art, auf weiche Zeilenumbrüche zu verzichten, die Normseite zu benutzen, typografische Anführungszeichen einzusetzen, keine Binde- für Gedankenstriche zu nehmen und so weiter. (mehr …)

Ungewöhnliche Autoren: Marlon Brando (1924-2004)

Fama est: Marlon Brando hat nicht gern gelesen, angeblich quälte ihn schon die Drehbuchlektüre derart, dass er einmal Marilyn Monroe bat, ihm seine Textstellen vorzulesen, während er selbst in der Badewanne lümmelte. Das mag stimmen oder auch nicht, Fakt ist: Marlon Brando hat ein Buch geschrieben. Einen Roman – und mangelnder Leseerfahrung zum Trotz, sogar einen ganz wunderbaren. (mehr …)