Exklusiv: Die Alibi-Formel enthüllt

Wer Krimis liebt, kommt nicht an ihr vorbei: Agatha Christie!

Wer Krimis schreibt, auch nicht. Und wer Krimis schreibt, sollte unsere heutige kleine Schreibschule beachten, dann das hier gelernte beim u.a. vom S. Fischer Verlag ausgeschriebenen Agatha Christie Preis [http://www.fischerverlage.de/agatha_christie_krimipreis] zum Einsatz bringen, dort gewinnen und schließlich von der Queen geadelt werden. Also, volle Konzentration!

Kleine Schreibschule Agatha Christie

1)      Ermittler müssen keine Vergangenheit, kein Sozial- oder gar Sexualleben haben, um von den Lesern geliebt zu werden.

2)      Eine kleine Schrulle sollte man ihnen aber schon gönnen…

3)      Jeder Krimi gewinnt durch eine Liebesgeschichte in der Rahmenhandlung.

4)      Diese Liebesgeschichte braucht weder gut durchdacht noch handlungsrelevant zu sein, es reicht, wenn halt irgendwer am Schluss heiratet.

5)      Wird es zwischendrin mal langweilig, bring einfach jemand um. Das hält die Handlung am Laufen und lässt sich immer irgendwie erklären.

6)      Exotische Schauplätze machen Freude.

7)      Wer Gift schluckt, hustet ein bisschen und ist innerhalb von zwei Minuten tot.

8)      Wer erstochen oder erschossen wird, blutet ein bisschen und ist sofort tot.  Überlass Gehirnmatsch und Knochensplittern getrost den Anderen.

9)      Psychologische Raffinesse wird überbewertet. Wer seine Kanarie quält, ist ein schlechter Mensch. Mörder sind schlechte Menschen!

10)   Wirklich gute und bahnbrechend neue Ideen können auch durch lausigen Stil nicht verdorben werden.

Zur weiteren Lektüre besonders empfohlen: „Zehn kleine Zinnsoldaten“ (der erste Krimi der Literaturgeschichte, bei dem am Ende wirklich alle tot sind), „Alibi“ (der erste Krimi, der das Spiel mit dem Alibi auf die Spitze treibt) und „16:50 ab Paddington“ (der klassische Miss Marple)

Für Sie exzerpiert von Ihrer Joan Weng

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