Zum Abschluss des Livetickers

Verglichen mit der Leipziger Buchmesse ist die Frankfurter weniger »bunt« und fröhlich. Es ist eben eine reine Verkaufsmesse. Cosplayer gibt es zwar auch, aber nur in einem begrenzten Bereich und das eigentliche Publikum – die Leser – sind nur am Wochenende zugelassen. Die Hallen sind gefüllt mit den Ständen der Verlage und Organisationen, etwas Auflockerung täte da schon gut. Ich habe interessante Vorstellungen erlebt, etwa am FAZ-Stand Otto Hostettler mit seinem Buch »Darknet: Die Schattenwelt des Internet« und beim »Vorwärts« wurde Norbert Bicher von Karin Nink und Klaus-Jürgen Scherer zu seinem Buch über Heinrich Böll, Willy Brandt und die SPD befragt (Mut und Melancholie).

Autoren konnte man auch treffen, in einem abgegrenzten Bereich, doch irgendwie fröhlicher ging es weitgehend außerhalb der Hallen zu. Finden konnte man alles, was in der Buchwelt Rang und Namen hat, und auch viele kleine, oft gebündelt in Gemeinschaftsständen. Im ersten Stock der Halle 3.1 sind die Stände der Verlage vertreten, die eine Weltanschauung vertreten. Insbesondere diejenigen, die dem Islam zugehörig sind, verteilen auch kostenlos Bücher, etwa darüber, wie man den Islam verstehen lernen kann oder mit Antworten auf Aussagen der AfD. Gespräche bei den mittleren und großen Publikumsverlagen sind nur bedingt möglich, nämlich dann, wenn man sich verabredet hat. Sonst kommt man an den Messehostessen, die fleißig Prospekte verteilen und auf die Auslagen hinweisen, nicht vorbei.

Nichtsdestotrotz: Informativ war es auch und wie in meinem Liveticker gestern schon angedeutet, gab es schöne Momente.

Ihr Horst-Dieter Radke

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