Jedes Jahr ist das Zusammentreffen rund um den Putlitzer Preis® mehr als eine Lesung und Preisverleihung – dieses Jahr war es ein Bollwerk der Menschlichkeit.
Die Tage im Juni, an denen die Sieger des Literaturwettbewerbes Putlitzer Preis® in der beschaulichen Prignitz gekürt werden, ist der Höhepunkt unseres Vereinsjahres.
Im Vorfeld der Putlitzer Preisverleihung hatte ich schon mein Storyboard im Kopf. Rein vom Ablauf hat sich auch alles so ereignet: Donnerstag haben wir die Geschenke verpackt, am Freitag haben 42er in der Pfarrscheune in Putlitz gelesen und am Samstag wurden in der Kirche St. Nikolai die Preise verteilt, und natürlich war, wie immer, alles ein großartiges Fest.
Aber dieses Jahr waren Öffentlichkeit, Inhalte und Tiefe der Begegnungen so intensiv wie nie: Geprägt von einem Großaufgebot des Fernsehsenders rbb, von neuen und alten Gesichtern, von Abwesenheiten, Verlusten, mutigen Statements und von Tränen der Trauer und Rührung auf allen Seiten. Ich habe in all den literarischen Werkstätten, die ich durchlaufen habe, gelernt, dass Worte wie Herz und Seele lieber nicht verwendet werden sollten, weil schon inflationär ge- und verbraucht. Aber wenn einem das eine überläuft und die andere so nachhaltig berührt wird, wenn Tränen sogar bei bärigen Männern fließen und sich spontan Menschen in den Armen liegen, muss es ausgesprochen werden: Da war wirklich und authentisch so viel Liebe im Raum! Und das trotz dieser Zeiten oder gerade deswegen.
Highlight Nummer 1:
Putlitz, die 42er und der Putlitzer Preis live und in Farbe im Fernsehen
Die Liveübertragung des rbb Berlin und Brandenburg fand am Freitag vor und während der alljährlich stattfindenden Scheunenlesung statt.
Das Großaufgebot der Fernsehleute, die wirklich alles durcheinander wirbelten, auf ungeheuer wertschätzende Weise das ganze Dorf miteinbanden, den Kirchturm erklommen, die Töpferfrauen, die die Siegergänse herstellen, interviewten, die Pirows, Motor und Herz des Ortes, beim Stullen schmieren filmten, das Lesungspublikum befragten und, last but not least, das Gründungsmitglied Tom und Vorstand Michael interviewten.


Die Scheune war schon zwei Stunden vor der Veranstaltung voll wie nie, alles verschob sich um ca. eine Stunde, und trotz der Unruhe und den Zeitverschiebungen waren die Putlitzer und 42er beseelt. Nicht, dass das nötig wäre, aber als Teambildungsmaßnahme war das ein Erfolgsmodell. Ein echtes Highlight für alle. Aber noch lange nicht das einzige!
Ortsvorsteher Pirow ist an allen Orten zugleich!




