von Joan Weng
Nachdem ich heute mit der Steuererklärung begonnen habe, kann ich sagen: Nein, gewiss nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!
Aber natürlich sind erste Texte keine Steuererklärungen. Sie sind manchmal wild, schief, überladen oder schlicht unverständlich — und doch leuchten sie gerade deshalb.
In unserer nächsten Sonntagsserie schauen wir auf die allerersten Texte von Autor*innen: auf Anfänge, auf heimliche Lieblingssätze, auf Figuren, die plötzlich da waren, und auf diesen ganz besonderen Zauber, der entsteht, wenn jemand zum ersten Mal merkt: Da ist eine Geschichte in mir. Und ich glaube, ich möchte sie teilen.
Erste Texte sind nicht einfach nur „frühere Versuche“. Sie sind kleine Schatzkisten. Man findet darin Mut, Sehnsucht, Größenwahn, Herzklopfen — und manchmal schon genau den Ton, der später alles tragen wird.
Freuen Sie sich mit uns auf diese ganz besondere Reihe — auf schiefe erste Sätze, große Träume, mutige Anfänge und das unvermeidliche bisschen Scham darüber, dass man „Rauchwolken, die sich wie ein Fluch unter der Decke ballten“ mal für eine gute Idee hielt.
