Makrobiotik im Biergarten
Alois: Zwoa Moaß?
Maxl: Na, für mi a Wasser.
A: Deifi! Auf Diät?
M: Na, aber ma Liesl wui, dass i mi etzt makrobiotisch ernähr.
A: Is des was Vegetarisch?
M: Ja – na, Makrobiotik is japanisch und hoaßt großes Leben. Net z‘ vui Salz und Eiweiß, net z‘ vui Zucker und Schnaps, halt die Extreme in Gleichgewicht bringa.
A: Kloar, z‘ vui Bier bringt di aus dem Gleichgewicht und du fallst vom Radl.
M: Gä-nau. Wann du da Weißwurscht zuzelst und dazu a Moaß tringa dust, dann host du zwoa Extreme, die deinem Leibl z‘ vui Arbeit macha, dass dei Hirnkoastl nimmer kloa denka ko.
A: Die Wait ist so verruckt, da wu-i nimmer kloa denka kinna.
M: Des sag i zu ma Liesl a oiwei.
A: Und was derfst du makrobiotisch zu di nehma?
M: Linsen und Reisbrei mit Gemüas.
A: Mei liaba God! Mit so an Brotzeit kennt i net 10 Stund auf ma‘m Bagger hocka.
M: Moannsleut, wo schoaffe müassen, derfen halt a weng mehr Eiweiß nehma.
A: Des find i scho vui symbathischer.
M: Aber ma Liesl soagt immer, Makrobiotik is ka Diät, sondern hoaßt Einklang mit der Ordnung des Universums, um eine Wait des Friedens zu schoaffa.
A: Woahnsinn! Friada schoaffa mit Raswoaffel.
M: Un gebrätelt Tofu. Mia brauch‘n a g‘sund Leibl, dass mia uns wiad Menschenfamilie erleba kinna. Dann täts a koan Krieg mehr geem.
A: Sakradi, Makrobiotik is a richtige Philosophie.
M: Für Weisheit und Gewaltfreiheit.
A: I brauch nur ma Hoaxn und Waßwurscht stehn lassn.
M: Mit Floasch host du nua Sau-Durschd.
A: Je wenger Braten, je wenger Obstler. Oas hot seine Nachteile, aber was tut man net für an Frieden dahoam und in der Wait.
M: In der Mitten stehna Yin und Yang, die ins G’wicht kimma müassa: Dag un Nacht…
A: … Bua un Madln… …
M: … Vorderseiten un Rückseiten
A: … Yin und Yang san des Blau-Woaß von di Makrobiotik.
M: Des passt, makrobiotisches Leben hoaßt, Leibl und Hirn z‘ammahoalta, was G‘scheites essa und schaua, dass man net vom Radl purzelt.
A: Und man san Mann steht.
M: Gä-nau, halt des ganz groaße Leben.
A: Aber nu kennt i a Brotzeit verputza, dass ma Kosmos oiwei ins G‘wicht kimmt. Obacht, Maxl, etzt bin i da Liesl und mia san Tal von die Menschenfamilie.
M: Du red‘st scho wiad a Makrobiot.
A: I pack‘s (zur Wirtin): Bittschee, zwoa makrobiotisch Brotzeiten. Vier Pflanzerl, des is so guat wiad vegetarisch Yang, und zwoa Radlermoaß, die hoaben an wenger Umdrehungen wiad Gin. – Passt‘s?
M: Da host mi!
A: Nu miass no ma Vroni g’schmeidig wer‘n für die Makrobiotik.
M: Koa Stress, zerscht ebbes Guates essn.
A: Vasteh, i hob den Moagn für Makrobiotik.
M: Du sogst es! Un die Vroni hod den Geist.
Ihr Jürgen Block
Vielen Dank an Vera und Christa für die Hilfe beim Übersetzen ins Bayerische. Verbliebene sprachliche Schnitzer gehen auf meine Kappe.
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

Die Kommentare sind geschlossen.