Mein Sommerlesetipp von Cordula Broicher

Nein, ich war noch nie in den Hamptons, aber irgendwie üben die kleinen Orte im Osten Long Islands einen magischen Reiz auf mich aus. Die Bilder, die ich von dort kenne, laden mich regelmäßig zum Träumen ein: weite Strände, blauer Himmel, weiß vertäfelte Holzhäuser in malerischen Dörfern.

Kein Wunder, dass ich beim Anblick des Buches „Ein Sommer in den Hamptons“ lange Zähne bekam. In der Hoffnung auf das richtige Buch für Sommer, Sonne und Liegestuhl, nahm ich das Buch mit nach Hause.

Direkt mit den ersten Seiten zog mich Karen Swan in ihre Geschichte. Rowena, eine Londoner Hochzeitsfotografin, ist seit Jahr und Tag mit Matt liiert. Doch statt endlich einen Hochzeitstermin festzulegen, beschließt dieser, eine Beziehungspause einzulegen und ein halbes Jahr in Asien zu verbringen. Obwohl Matt betont, dass er sie immer noch liebt, diese Pause aber frischen Wind in ihre Beziehung bringen würde, ist Rowena wie vor den Kopf gestoßen.

Kaum ist Matt im Flieger, reist Rowena für einen beruflichen Termin in New York, wobei es sich zufällig ergibt, dass sie den Sommer über in den Hamptons verbringen wird. So will sie Matt beweisen, dass sie ebenfalls spontan und flexibel sein kann und unabhängig von ihm ein eigenes, aufregendes Leben führt.

Pünktlich zu Beginn der Sommersaison wird sie Mitbewohnerin einer Hausgemeinschaft, die aus den unterschiedlichsten Charakteren besteht. Zudem findet sie durch ihren Job als Fotografin rasch Kontakt zu den privilegierten Kreisen der reicheren Bewohner der Hamptons und wird, ehe sie sich versieht, in einen Sumpf von Intrigen und Machtspielchen hineingezogen. Zudem ziehen sich die Begegnungen mit dem attraktiven Edward Connor wie ein roter Faden durch die Geschichte. Den kann Rowena seit ihrem ersten heftigen Aufeinandertreffen überhaupt nicht leiden.

Karen Swan schreibt locker und leicht, ohne dabei oberflächlich zu sein. Rowena ist eine interessante Figur, die mich als Leserin neugierig auf deren Entwicklung macht. Deshalb bin ich jetzt gespannt, was es genau mit Edward Connor auf sich hat und welch fieses Spiel eigentlich mit der netten, alleinlebenden Dame gespielt wird. Und was wird eigentlich aus Matt?

In der Hoffnung auf weitere Sonnenstunden im Liegestuhl und ein wohlverdientes Happy End für die Heldin wünsche ich Ihnen einen erholsamen Sommer,

Ihre

Cordula Broicher