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Fränkischer Krimipreis und Jaques Berndorf Preis

Am vierten Advent ist es soweit – Graves, der härteste Privatschnüffler seit es Zwieback gibt, wird dank seiner Scotch geschmierten Gehirnwindungen den infamen Mörder Lord Warringtons überführen und vielleicht sein persönliches Happy End bekommen (Pool voll Scotch inklusive).
Bei uns im Blog ist es damit dann erst mal vorbei mit dem Gemeuchel – aber wer auf den Geschmack gekommen ist, kann noch bis zum 31.01. beim Fränkischen Krimipreis die persönlichen Mordgelüste ausleben. Und auch der renommierte JACQUES-BERNDORF-PREIS sucht noch bis zum 20.01. blutgierige Autoren.

Wir wünschen viel Glück!

Joan Weng & das gesamte Blogteam

Graves und die Tränen des Pharao (Kapitel 3)

Cover 1

 

„Oh Graves! Es ist so furchtbar.“

„Ich weiß, Süße. Aber jetzt bin ich ja da.“

Er streichelte sanft ihren Hinterkopf, sorgfältig darauf achtend, nicht mit dem bereits trocknenden Blut in Kontakt zu kommen. Die letzte, die er hier erwartet hatte, war Jo-Anna. Sicher, sie kannte die Warringtons, war sogar für einige Zeit mit diesem Schmierlappen Jacob verlobt gewesen, einem Freund Johnny Warringtons. Hatte der miese Süchtling etwas mit der Sache zu tun? Steckten die beiden – oder besser gesagt, die drei – am Ende unter einer Decke? Die Sache gefiel Graves immer weniger. (mehr …)

Exklusiv: Was im Hotel (tatsächlich) geschah!

Kleine Schreibschule Vicki Baum

1) Der Leser braucht eine Identifikationsfigur!

2) Mach gleich auf Seite 1 klar, dass diese Identifikationsfigur eine starke Frau ist.

3) Auch starke Frauen wollen am Ende nur eines: an die Brust noch stärkerer Männer sinken.

4) Warum sollte eine Nacht nur dunkel sein, wenn sie ‚pechschwarz‘, ‚ganz aus schwarzem Glas‘ und voll ‚schwarzem Regen‘ sein kann?

5) Leser lieben gut recherchierte Bücher.

6) Wenn du neben deinem Job als Redakteurin, Mutter und Werbeikone keine Zeit dafür findest, sag einfach, du hättest genau recherchiert. Prüft eh keiner nach.

7) Schreib Kitsch, das lieben die Leser!

8) Wehr dich heftig, wenn jemand behauptet, das sei Kitsch – weil du hast das nämlich alles ironisch gemeint und nur die Kritiker sind zu blöd, es zu durchschauen.

9) Eine über Jahre geplante und finanzstarke Werbekampagne des Verlages hat noch keinem geschadet!

 

Für Sie exzerpiert von Joan Weng aus „Stud. Chem. Helene Willfuer“  und „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum.   

 

Graves und die Tränen des Pharao (Kapitel 2)

Cover 1

2.

Es gibt zwei Kategorien von Toten. Die, um die es schade ist und die anderen.

Graves starrte den erschossenen Lord an, mit der Brust über seinen Schreibtisch gesackt. Unmöglich, jetzt noch zu sagen welcher Kategorie er angehört hatte, unmöglich,  in diesem Matsch überhaupt noch menschliche Züge erkennen zu wollen. Aus nächster Nähe durch den Kopf geschossen. „Warst vorher vermutlich auch nicht schöner“ befand Graves, während er seinen – Lady Warringtons Vorschuss sei Dank – wohlgefüllten Flachmann an die Lippen setzte. „Auf dich, alter Junge. Ne trauerende Witwe hinterlässt du ja nicht, aber wer weiß schon, ob das dein Fehler war. Bei den Weibern heutzutage. Unzuverlässige Bande, eine wie die andere.“ (mehr …)

Kennen Sie Hamburg?

Waren Sie schon einmal dort?

Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn vitaphonus sucht das originellste Hamburg-Krimi-Hörspiel und prämiert dieses mit 500 Euro. Platz 2 und 3 erhalten je 250 Euro, für Jungautoren bis 25 gibt es noch einmal einen Sonderpreis.

Das ist doch die Reise wert 😉

Alles Weitere erfahren Sie hier – bis 15.01.2014 haben Sie noch Zeit.

 

Wir wünschen: Viel Erfolg!!!

Graves und die Tränen des Pharao (Kapitel 1)

1.

Mr. Graves ging mit schweren Schritten in seinem Büro auf und ab. Im Sitzen konnte er jetzt nicht nachdenken, nicht nur weil der dazu nötige Scotch fehlte, sondern auch, weil die zugehörige Scotchbeschafferin abhanden gekommen war. Genauer gesagt, Jo-Anna – die mit vollem Namen Johanna Anna Thelma Meridith Duncker hieß – hatte mal wieder gekündigt. Wie lange diesmal?, dachte Mr. Graves und zog die Stirn in Falten. Eine Kündigung war ja immer die Folge zu lang ausbleibender Gehaltszahlungen, was allerdings keine Seltenheit war. Trotzdem hielt sie es immer eine Weile mit ihm aus. Nur diesmal nicht. Graves verstand das nicht. Er war doch erst drei Gehälter im Rückstand. Plötzlich hatte er wieder Jo-Annas entschlossenen Blick vor seinem inneren Auge. Er schüttelte den Kopf. „Es ging ihr nicht ums Gehalt“, sagte er laut. „Da ist noch was. Aber was?“ (mehr …)

Graves und die Tränen des Pharao

Cover 1

 

„Gefahr ist mein Job, Baby. Es ist ein Scheißjob, aber einer muss ihn machen … Und solang die Kohlen stimmen …“ (Mr. Graves) (mehr …)

Exklusiv: Die Verkaufszahlenbrecherformel enthüllt

Fitzeks kleine Schreibschule

1. Je einfacher die Sprache, desto größer die Zielgruppe.
2. Was heißt hier unglaubwürdig? Das ist Kunst!
3. US-Teenie-Horrorfilme sind geil.
4. Du brauchst Themen? Geh ins Kino.
5. Du brauchst Setting? Geh ins Kino.
6. Überhaupt: Geh ins Kino.
7. Klischees funktionieren.
8. Stelle immer ein Zitat voran, dessen Autor alle kennen. Denn:
9. Große Namen färben ab.
10. Beschreibe Sachen, die es nicht gibt. So kann dich keiner widerlegen.
11. Keinen Bock auf Recherche? Siehe Punkt 6.

Für Sie exzerpiert aus Sebastian Fitzek „Der Seelenbrecher“ von Christoph Junghölter

P.s.: Eine Rezension von Fitzeks „Die Therapie“ finden Sie hier.

Der Lassie-Effekt

Ich würde nie auf die Idee kommen, mir einen Hund zuzulegen. Ich bin ihnen viel zu ähnlich, liege am Liebsten den ganzen Tag dösend auf dem Sofa und stehe nur im absoluten Notfall auf. Oder wenn’s was zu Essen gibt. Außerdem würde mich das ständige Rumgelaufe auf der Strasse viel zu sehr nerven. Mich jedenfalls wundert es nicht, dass die selbsternannten Herrchen und Frauchen immer so angepisst gucken. Wenn man mich frühmorgens aus dem Bett holen würde, damit ich – mit einem kleinen grünen Plastikbeutel bewaffnet – hinter einem Hund hertrotte, dem ich dann beim Kacken zusehen darf, hätte ich auch schlechte Laune.

Trotzdem sind Hunde wichtig. (mehr …)

Textarbeit am PC Ein Kurs in mehreren Folgen für Autorinnen (auch für Autoren geeignet, gerade für die, die meinen, sie wüssten schon alles)

3. Workshop: Formatvorlagen (1)

Dass ein Computer mit Textprogramm mehr kann, als einzelne Zeichen – allein und zusammenhängend in Wörter, Sätzen und Absätzen – darzustellen, ist sicherlich jeder Autorin (und manchen Autoren) bewusst. Leider machen die wenigsten davon in der Praxis Gebrauch, vielleicht weil der Weg über die diversen Symbolleisten und Schaltflächen, über die man schnell mal mit einem Klick etwas kursiv oder fett auszeichnen, oder die Schriftart und -größe anpassen kann, der bequemere ist. Jede Autorin, die mit längeren Texten zu tun hat, sollte sich eine andere Strategie angewöhnen: den Einsatz von Formatvorlagen.

Die Vorteile sind vielfältig, ich zähle nur die wichtigsten auf: (mehr …)