Putlitzer Preis! – Das Buch!

Die Aussage von Autorin oder Autor, dass sie oder er den Putlitzer-Preis gewonnen hätte, kann durchaus noch zu Überraschung im Familien- und Freundeskreis führen. »Echt? Hättichnichvondirgedacht!« Und dann fast ohne Übergang: »Fliegst Du zur Preisverleihung nach Njujork?« Die Freude der Preisträger kann sich dann kurzzeitig in Not verwandeln, nämlich in die, erklären zu müssen, dass dieser Preis mit dem zusätzlichen »t« nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika verortet ist, sondern im schlichten Brandenburg. Nichtdestotrotz hat sich in den letzten zehn Jahren dieser kleine, aber feine Literaturpreis etabliert. Es ist kein großer Scheck, den die Preisträger entgegennehmen dürfen, dafür gibt es aber eine Gans dazu. Und eine Preisveranstaltung, bei der sich die Schüler eines örtlichen Gymnasiums inzwischen darum reißen, die Siegergeschichten vorlesen zu dürfen. Das, was anschließend in der Pfarrscheune von Putlitz passiert, jenseits des Protokolls, gerät in den Erzählungen schon ins Legendenhafte.

Wie kommt man an diesen Preis? Indem man auf die jährliche Ausschreibung eine Kurzgeschichte einreicht, die allerdings preiswürdig ausfallen muss. Künftig wird es leichter sein, festzustellen, wie Siegergeschichten aussehen müssen, damit sie gänsewürdig werden. Es gibt nämlich in Kürze ein Buch mit den besten Texten aus den letzten zehn Jahren. Da kann man dann nachlesen und feststellen, dass die Latte hochhängt, aber auch wieder nicht so hoch, das man nicht mit etwas Übung und Talent ebenfalls hinüber kommen kann. Auf der Buchmesse in Leipzig wird dieses Buch zu haben sein. Wer nicht nach Leipzig kommt oder es schon vorher lesen möchte, der kann es vorbestellen. Direkt beim Verlag.

 Ihr Horst-Dieter Radke

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