Von den rauen Nächten

von 42er

„Wir sehen uns zwischen den Jahren“ – diese Worte kennt man, hat man vielleicht schon selbst gesagt, ohne groß darüber nachzudenken, wie seltsam sie eigentlich klingen. Zwischen den Jahren? Was soll das sein? Wie soll das gehen? Folgt nicht immer ein Tag dem nächsten?

Natürlich gibt es im Kalender kein echtes „Dazwischen“. Und doch liegt zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar oft eine besondere Stimmung: still, schwebend, ein wenig außerhalb des Alltags. Diese Zeit, die Raunächte, galten seit jeher als Schwelle – zwischen Alt und Neu, zwischen Rückblick und Ausblick, zwischen dem, was war, und dem, was werden will.

In vielen Traditionen heißt es, dass in diesen Nächten die Welt leiser wird und das Lauschen leichter fällt. In unserer neuen Blogserie möchten wir nun die Raunächte gemeinsam begehen: mit Texten, Gedanken und vielleicht sogar der ein oder anderen Inspiration. Freuen Sie sich auf eine bunte Mischung aus Beiträgen unserer Vereinsmitglieder und immer abends, denn die Nächte, ob rau oder nicht, scheuen den Tag. Die Serie „Musik und Schreiben“ ist jedoch nicht beendet, sondern wird im nächsten Jahr weitergeführt