Ausgegraben: Fritz Reuter – Ut mine Festungstid

„Dat Thermometerkrabbelt ganz suutje ob veertein bet söventein Graad.“ So lautet das Wetter bei Radio Bremen, in den plattdüütschen Nachrichten natürlich. Da wird das hochdeutsche „steigt“ nicht einfach eins zu eins mit dem niederdeutschen „stiegt“ übersetzt, sondern mit dem konkreten, sozusagen körperlich spürbaren „krabbelt ob“. Das Niederdeutsche ist ja keine standardisierte Schriftsprache geworden und hat […]

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Ein Hoch auf die Literatur – Buchmesse in Frankfurt

Sie ist riesig, wuselig, mondän. Vielen Kolleginnen und Kollegen graut vor der Frankfurter Buchmesse. Ich genieße sie. Ich kann drei Fachbesuchertage lang durch die Hallen streifen, ohne dass mich Langeweile oder Klaustrophobie packt. An den riesigen Ständen der Publikumsverlage stehen bleiben und mir ausdenken, welche neuen Verträge an den ständig besetzten Besprechungstischen gerade geschlossen werden. […]

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Die Welt in einem Satz (nach G. W. Leibniz)

Die Welt ist nach Gottfried Wilhelm Leibniz, dem Philosophen und Universalgelehrten, geboren am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1646 zu Leipzig, gestorben 1716 im schönen Hannover, nach dem der Keks mit den zweiundfünfzig Zähnen und die hannöversche Universität benannt worden sind, dargelegt unter anderem in seinen Schriften Discours de Métaphysique (1668), Essais de theodicée (1710) und […]

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Elisabeth Engelhardt: Die Biografie

Im Jahr 1994, sechzehn Jahre nach dem Tod der Dichterin, erschien ihre Biografie, „dargestellt von Ingeborg Höverkamp“ und „herausgegeben von der Marktgemeinde Schwanstetten“1). Es ist nicht die erste2) biografische Darstellung, und auch nicht die letzte3). Während die anderen Beiträge kurz, oder zumindest überschaubar sind, legt Ingeborg Höverkamp eine umfangreiche, gut recherchierte Arbeit vor. Zwar steht […]

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