Jürgen liest: Stefan Heym – Nachruf

Als „Perversion“ zeigt sich die Welt beim Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR, als „ein Zerrbild dessen, was sie zu sein vorgab“. Dies ist ein Schlüsselsatz im „Nachruf“ (München 1988/Berlin 1990) von Stefan Heym, ein Werk, das keine Gattungsbezeichnung trägt, weder Roman noch Autobiografie. Wenn die Welt pervers ist, dann ist auch nur […]

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Jürgens Sommer ohne Blog

Diesen Sommer kann man vergessen. Ohne 42erBlog. Da haben wir uns von der 42erBlog-Redaktion eine Pause gegönnt, wollten uns mal was Gutes tun – und? Ganz schön bescheuert. Szenen eines Sommers: 1) Hornbach, Baustoffe. Soraya: Fertigestrich oder Ausgleichsmasse? Ich: (in Gedanken) Da war doch was, da fehlt noch was. Soraya: Oder kriegst du den Estrich […]

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Jürgens Frühling

Der Frühling ist schon schön. Aber er hat halt seine Macken. 1) Er ist, wie er klingt: Früh–ling (spätmhd. vrüelinc), da hört man schon die Liebe in Blume, Strauch und Vogel aufgehen. Wie entfesselt beginnen Säfte und Bäche zu drängen und machen die Welt wieder bunt. Einige Nachbarn helfen auch mit Plasteeiern nach. 2) „Du […]

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Jürgens Winter

Früher war Winter die Jahreszeit des Todes, siehe Schuberts „Winterreise“ oder die „Klosterruine“ von Caspar David Friedrich. Und heute? Wenn ich von der Arbeit heimkomme, sitze ich zwischen meinen vier Wänden und lasse die fünfte langsam auf den Kopf fallen. Abwechslung: höchstens das bisschen Haushalt, Spaziergänge mit der Liebsten und Shoppen bei Lidl. Als ich […]

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Jürgens Lieblingslied: Der Mondschein

Der Mondschein schien schon schön Mein Lieblingslied gelangte 1969 für eine oder zwei Wochen (die Quellen sind sich da nicht einig) auf Platz 30 der deutschen Charts, Bernd Apitz hieß der Interpret. Der trägt auch den Titel „der beliebteste Discjockey an der Ostseeküste“, aber darüber könnte Blog-Kollegin Kristin aus der Nähe von Kiel bestimmt mehr […]

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Jürgens herbstliche Reizwortgeschichte Nr. 2

Eduard Mörike: Septembermorgen Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen. Fällt mir spontan dazu ein: Läuft da nicht was grundfalsch in unserer Welt, wenn man von der täglichen Arbeit dermaßen geschlaucht ist, […]

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