Ausgegraben: Fritz Reuter – Ut mine Festungstid

„Dat Thermometerkrabbelt ganz suutje ob veertein bet söventein Graad.“ So lautet das Wetter bei Radio Bremen, in den plattdüütschen Nachrichten natürlich. Da wird das hochdeutsche „steigt“ nicht einfach eins zu eins mit dem niederdeutschen „stiegt“ übersetzt, sondern mit dem konkreten, sozusagen körperlich spürbaren „krabbelt ob“. Das Niederdeutsche ist ja keine standardisierte Schriftsprache geworden und hat […]

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Weiße Weihnacht

Jürgens Schietwettergeschichte Alles sah nach weißer Weihnacht aus, aber dann fing es an zu tauen. Auf der Straße lag zwischen den Fahrspuren ein immer dunkler werdender Schneestreifen. Die Luft war grau, und Mama sagte, man könnte den Neuschnee förmlich riechen, wie er auch nur zu neuem Matsch werden würde. Ich guckte als junger Wolf aus […]

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Jürgen wäre gern Ernest Hemingway gewesen

„Wir saßen und tranken.“ Aus diesem Satz aus Fiesta (engl. The Sun Also Rises) bestand lange Jahre für mich das Werk von Ernest Hemingway. Ich hatte das Buch in meiner Jugendzeit geschenkt bekommen, als eigentlich noch Jules Verne meinen Leseplan bestimmte. Ich las die merkwürdige Geschichte vom impotenten Jacob und seiner nymphomanischen Brett, die nicht […]

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Die Welt in einem Satz (nach G. W. Leibniz)

Die Welt ist nach Gottfried Wilhelm Leibniz, dem Philosophen und Universalgelehrten, geboren am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1646 zu Leipzig, gestorben 1716 im schönen Hannover, nach dem der Keks mit den zweiundfünfzig Zähnen und die hannöversche Universität benannt worden sind, dargelegt unter anderem in seinen Schriften Discours de Métaphysique (1668), Essais de theodicée (1710) und […]

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