Archive for the ‘Literarische Friedhofsbesuche’ Category

Best of 42er: Hochaufgetürmte Tage oder: Besuch auf einem Friedhof im Tessin

Als wir das erste Mal ins Tessin fuhren, 1981, hatte ich es dabei, das Buch »Geliebtes Tessin« von Emmy Ball-Hennings. Seither ist dieses inzwischen vergriffene und nur noch antiquarisch erhältliche schmale Bändchen mit den kargen, aber treffenden Federzeichnungen von Lis Boehner ein Anwärter für das berühmte Buch, das ich mit auf die Insel nehmen würde. […]

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Best of 42er: Früher war mehr Zukunft

Ich liebe Berlin, aber die Gegend um Friedrichstadtpalast, Tacheles und Oranienburger Straße meide ich so gut es geht. Ich glaube, ich bin schlicht zu alt für die hippen Mittzwanziger, die irgendwas mit Medien machen. Oder mit Internet. Kürzlich stellte ich mich dort bei einem Start-up-Unternehmen vor (weil ich gerade auf der Suche nach meinem nächsten […]

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Von Ingenieuren und gefährlichen Naturalisten

Ein literarischer Friedhofsspaziergang Ich bin nun schon seit einigen Jahren regelmäßig in Berlin Lichterfelde-West. Wenn Kind und Enkelkind dort wohnen, ist das auch leicht zu erklären. Oft und oft stromere ich in freien Minuten durch die alten Villenviertel, in denen die Lilienthals gewohnt und auch viele der prächtigen Häuser entworfen haben. Baumbestandene kopfsteingepflasterte Straßen geben […]

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Friedhofsspaziergang zu einem, den man noch vorzeigen, aber nicht mehr nennen will

Am Samstagnachmittag bin ich zu einer kleinen Radtour aufgebrochen, die mich von Lauda über Grünsfeld – Zimmern – Messelhausen – Oberbalbach – Unterbalbach – Königshofen wieder zurückführen sollte. Diese Strecke bin ich nicht zum ersten Mal gefahren, weil sie abwechslungsreich ist und mit dem nicht unerheblichen Aufstieg bis hinter Messelhausen und der tollen Abfahrt nach […]

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Ein Tourist in der Stadt der Toten

Ein Beitrag von Jörg Lingrön Es ist der 28. Juni 2019. Während sich Berlin bei kühlen 24 °C von den heißen Tagen erholt, laufe ich bei 32 °C in Paris eine 300 Meter lange Mauer entlang. Fünf Jahreszahlen und tausende Namen stehen auf ihr. Ich denke an Verdun, an Erich Maria Remarque, und mir wird plötzlich bewusst, […]

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Literarischer Friedhofsbesuch: Christian Geissler

Das erste, was mir in dieser Kirche auffiel: keine Bilder, keine geschnitzten Figuren. Aha: Du sollst dir kein Bildnis machen, das heißt, wir sind in einer evangelisch-reformierten Kirche. Deshalb auch kein Kirchturm, gerade mal ein aparter Dachreiter mit Glöckchen. Zweites Aha: Hier herrscht nur das Wort, genauso hatte es Christian Geissler gewollt, dessen Trauerfeier wir […]

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Tote, denen man Lieder schreibt

Man hat es vom Erlanger Bahnhof nicht weit – ein paar hundert Meter, dann sieht man die unüblich gestaltete Friedhofskirche und findet daneben den Eingang zum Friedhof. Ein erster Blick zeigte, dass nicht nur neue Gräber zu finden sind, sondern auch eine erkleckliche Anzahl alter.

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Ärgern für eine Ewigkeit oder von einem Besuch auf dem Wilmersdorfer Friedhof

  Der Flohmarkt am Fehrbelliner Platz. Auf dem Flohmarkt am Fehrbelliner Platz hatte ich ausreichend Beute gemacht und überlegte nun, was ich mit der restlichen freien Zeit noch anfangen könnte, bevor ich spätnachmittags wieder mit Enkel und Familie zusammentraf. Ich könnte mich irgendwo hinsetzen und einen Kaffee trinken, oder mir ein kleines, feines Restaurant mit […]

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Was Fouqué mit Lützows Jagd zu tun hat

„Waren Sie schon mal hier?“ Ich hatte mit der Frage nicht gerechnet und schüttelte vor Überraschung nur den Kopf. „Sie sind kein Berliner? Wo kommen Sie denn her?“ „Aus dem Taubertal.“ Als ich das ratlose Gesicht sah, ergänzte ich: „Etwa 40 km südlich von Würzburg.“ „Ja, aus den alten Bundesländern kommen neuerdings viele auf den […]

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Grabfunde in der Wulheide – Ein Berliner Friedhofsbesuch

Ich erkundete mit dem Enkelkind die Wulheide, die quasi hinter dem Haus liegt. Auf einem kreisrunden Platz suchte ich eine Bank auf, um die nötigen Dienstleistungen am Enkel zu vollbringen: wickeln, füttern, bespielen. Drei Bänke waren in der Runde angeordnet. Auf der einen saß breitbeinig und weit zurückgelehnt ein Radfahrer, das Rad rechts neben ihm […]

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