Veröffentlichungen

Von tanzenden Visionen und Säulenheiligen – Ein Berliner Friedhofsspaziergang

Ich hatte noch etwas Zeit. Das Treffen mit unserem Sohn und seiner Freundin zog sich etwas hinaus, also bummelte ich die Friedrichsstraße hinauf, kam am Haus der ullsteinbuchverlage vorbei (das ist der Verlag mit der Eule, die kein Auge zukneift!), bog in die Chausseestraße ab und stand plötzlich vor dem Friedhof der Französisch-Reformierten Gemeinde Berlins.

ULLSTEIN

Interessiert schaute ich durch das Tor und sah im schattigen Halbdunkel einige bemerkenswerte Grabmale. Da ein schattiger Platz an diesem heißen Tag nicht zu verachten war und in der Hoffnung, ein interessantes Grab zu entdecken, trat ich ein. (mehr …)

Alles ganz anders

Der Urlaub, oder besser gesagt der auf Reisen verbrachte Urlaub, ist die Zeit im Jahr, in der man alles anders macht als sonst. Aus Bürohockern werden Extremsportler, Arbeitstiere sind kaum vom Strandlaken wegzulocken, aus Eigentümern kuscheliger Reihenhäuser werden Bewohner miefiger Bettenburgen oder moskitoverseuchter Strandlodges in irgendeinem Entwicklungsland. Gleich nach der Ankunft schreiben sie auf, was beim Reiseveranstalter zu bemängeln ist, damit der Spaß im Nachhinein etwas billiger wird. Immerhin: Den Zaun um das Hotelgelände kennen sie auch von zuhause. (mehr …)

Abteilung 3: Die Vergessenen (1): Katharina Zitz-Halein

Maiblümchen

Wie lieb‘ ich dich, du Holde, Süße, Kleine,

Du Frühlingskind, erblüht im Waldesschatten;

Wenn ich dich schau, du Liebliche, du Reine,

Seh‘ ich die Unschuld sich mit Hoffnung gatten.

 

Das zarte Weiß in grüner Blätter Hülle,

Wie oft ergötzet es des Wandrers Augen;

Und gerne mag ich deines Duftes Fülle,

Der Biene gleich, begierig in mich saugen.

 

Aus theurer Hand hab‘ ich dich einst empfangen,

Ein Bild der Hoffnung wardst du mir gegeben,

Drum sollst du mir recht oft am Busen prangen,

Am Herzen mir entströmen still dein Leben.

 

Als Katharina Therese Pauline Modesta Zitz am 8. März 1877 in Mainz stirbt, kann sie auf ein umfangreiches Werk als Katharina Zitz-Halein zurückblicken. (mehr …)

Von Spider-Man zur Arbeiterklasse – meine Leseempfehlungen für den Sommer

Also, es ist wirklich so, dass man im Blog-Team zu nichts gezwungen wird, ehrlich. Es ist wie eine große Familie. Und da gibt es ja auch schon mal den großen Bruder, der einem den Arm auf den Rücken dreht, aus Spaß. Oder die Schwester, die im Vorbeigehen Knüffe verteilt oder Ellenbogenstöße. Rein geschwisterlich. Nicht böse gemeint. Wie im Blog-Team eben. (mehr …)

Plansprachen: Klingonisch – ein Gastbeitrag von Petra E. Jörns

Wer kennt „Star Trek“ nicht? Eine der Serien oder Kinofilme aus dem Star-Trek-Universum hat vielleicht noch nicht jeder gesehen, aber davon gehört haben sicherlich schon die meisten. Seit Gene Roddenberry die Fernsehserie „Raumschiff Enterpreise“ erdacht hat, die in den USA von 1966 bis 1969 erstmals ausgestrahlt wurde, gibt es kaum ein Kunstuniversum, das so viele Fans hat wie das Star-Trek-Universum. Fünf Fernsehserien und derweil zwölf Kinofilme spielen dort. Dieses Jahr kommt der 13. Kinofilm, „Star Trek Beyond“, in die Kinos, für 2017 ist eine neue Fernsehserie angekündigt. (mehr …)

Reisen in das Herz des Fremden

Ich war am Wochenende mal wieder in Afrika. Leider musste ich diesmal wieder eine Reise auf dem Papier unternehmen, für mehr fehlen mir im Moment Zeit und Geld. Außerdem rät das Auswärtige Amt dringend von allen nicht notwendigen Reisen in den Kongo ab. Ich bezweifle, dass das Kennenlernen von Land und Leuten unter „notwendige Reisen“ fällt. Deshalb bin ich froh, dass Lieve Joris mehrfach in den Kongo gereist ist und davon so fesselnd erzählt, dass ich nicht aufhören konnte, ehe ich die Bücher über ihre ersten beiden Reisen dorthin, „Das schwarze Herz Afrikas“ und „Der Tanz des Leoparden“  , ausgelesen hatte. (mehr …)

Alle Jahre wieder

Ein Blick aus dem Fenster sagt zwar im Moment noch etwas anderes, aber HEY, wir haben Sommer! Und wie jeden Sommer gibt es auch heuer im Blog wieder eine Sonntagsserie zum Thema: „Was liest das Blogteam – aktuell, im Urlaub oder grundsätzlich“.

Freuen Sie sich auf die Begegnung mit teilweise ungewöhnlichen Titeln und Autoren. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Entdecken und natürlich einen tollen Sommerurlaub.

Joan Weng und das gesamte Blogteam

Geklaut

Ich habe diesen Hund, einen Malamuten. Das ist eine nordische, eine ursprüngliche Hunderasse. Er ist dem Wolf noch ziemlich nahe, vor allem, was sein Gebiss angeht. Ein großer Knochen ist für ihn ein Imbiss. Er zerkaut ihn. Schluckt ihn. Verdaut ihn. (mehr …)

Hinüber zur Burg sehen, doch nicht mehr gehen!

Ein Besuch auf dem Bergfriedhof in Wertheim ist genau das Richtige für einen Tag, der etwas wolkenverhangen, aber doch noch warm genug ist, um ein wenig herumzuspazieren. Manch einer schüttelt ja den Kopf, wenn ich erzähle, dass ich gerne über Friedhöfe gehe, aber ich weiß inzwischen, dass ich damit nicht alleine bin. Peter Rosegger sagte dazu:

»Niemand geht unbelohnt über Friedhofserde; diese Schollen kühlen die Leidenschaften und erwärmen die Herzen, und nicht allein des Todes Frieden steht auf den Blumenhügeln geschrieben, sondern auch des Lebens Wert.«

(aus den »Schriften des Waldschulmeisters«)

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Unrecht Gut gedeiht nicht

Ich wollte schon immer eine Geschichte mit diesem Titel schreiben, wirklich wahr – schon seit der Grundschule, und nun hat sich mir endlich, endlich die Möglichkeit geboten. Aber lesen Sie selbst: (mehr …)