Liebe auf Umwegen

Liebesgeschichte von Amos Ruwwe Es fühlt sich noch immer neu an. Aus der Küche Geklapper, es riecht nach Bratkartoffeln. Mittagessen. Nicht mehr alleine am Tisch zu sitzen oder abends alleine fernsehen, das zweite Bett in der Nacht ist nicht mehr leer. Fühlt sich noch neu, aber gut an. „Mein Herr, Mittagessen ist fertig. Hopp, raus […]

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Sehr traurig! Nix Deutsch!

Seit Mitte Februar haben wir einen neuen DHL-Boten, er ist überaus freundlich und schleppt beispielweise klaglos Pakete mit Echtholztreppengittern durch den Regen. Er lächelt oft und nickt grüßend, wann immer er an mir vorbeifährt. Nur wenn ich ihn anspreche, weil ich zum Beispiel ein Paket vermisse, dann schüttelt er bedauernd den Kopf, schaut mich aus […]

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Betty Blue oder: Nicht Paris

Kristins Liebesgeschichte Beim Bücheraussortieren: Betty Blue auf Niederländisch. Eine Urlaubslektüre vor dreißig Jahren, meine fremdsprachigen Bemühungen einer damaligen Liebe geschuldet. Weit bin ich nicht gekommen, das Lesezeichen liegt zwischen den Seiten zwölf und dreizehn. Ein Papierschiffchen, an der Bordwand kopfüber in blauer Kulischrift: 2 sandw. jamb./from. Wie du das Schiff gefaltet hast, zweihundert Meilen vor […]

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Die Liebe in Zeiten von Corona

Die Liebe – sie soll unser Motto im diesjährigen Frühjahr sein. Inmitten negativer Berichte und hasserfüllter Debatten im Internet wollen wir für positive Vibrations sorgen. Wie sehr wir die um diese Zeit brauchen würden, wussten wir Anfang des Jahres nicht. Die Liebe – sie ist das beste Mittel gegen die Angst, auch und gerade in […]

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Schreiben im Senegal – Teil 5

Wenn ich mit Einheimischen spreche, ist Reisen immer ein Thema. Khady sagt, die Politik müsse sich bemühen, den Zustand zu ändern, der im Moment herrscht: Die Europäer reisen ohne großen Aufwand hierher, während die Senegalesen zunächst einmal für viel Geld eine Menge Papiere besorgen müssen, ehe sie überhaupt ein Visum für Europa beantragen können, das […]

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Schreiben im Senegal – Teil 4

Als am fünften Tag eine Reisegruppe von zwölf Leuten ins Camp „einfällt“, muss ich leider meinen Arbeitsplatz im Salle à manger räumen. Nun kommt der Tisch in meiner Hütte doch noch zum Einsatz, ich stelle ihn vor die Hütte und verrücke ihn nach Stand der Sonne, damit weder mein Computer noch ich selber dahinschmelzen. Ich […]

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Schreiben im Senegal – Teil 3

Als ich auf der Insel ankomme, wird mir mit einem Schlag klar, dass ich seit dem Frühstück in Dakar nichts mehr gegessen habe. Christine verspricht mir ein Abendessen, während sie mich zu meiner Hütte begleitet. Wunschgemäß steht dort ein Tisch. Bestens, sage ich und füge hinzu, dass ich Schriftstellerin bin und arbeiten muss. Das französische […]

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Schreiben im Senegal – Teil 2

Wer sich einbildet, in der Mitte von Nirgendwo am besten schreiben zu können, muss einiges auf sich nehmen, um dort hinzukommen. Ich muss zunächst nach Toubakouta, das ca. 250 Kilometer von Dakar entfernt liegt und als zumindest nicht ganz kleiner Ort auf der Karte zu finden ist. Auf dem Weg zum Gare Routiere in Dakar […]

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